Chancen und Risiken für Freelancer

Der Wunsch nach einem unabhängigen und abwechslungsreichen Leben trifft den Zeitgeist des 21. Jahrhunderts. Diese Lebenseinstellung spiegelt sich auch auf dem Arbeitsmarkt wieder. Denn dort ist der Trend zur Selbständigkeit unverkennbar. Doch, wie eigentlich alles im Leben, hat auch die Selbstbestimmtheit im Job ihre Sonnen- und Schattenseiten. Die Selbständigkeit birgt also gleichermaßen Chancen und Risiken in sich.

Die meisten Menschen verbinden ihr Dasein als Freelancer mit der Möglichkeit, sich persönlich und beruflich frei entfalten zu können. Spannende Aufträge und Projekte, in denen die zuvor jahrelang erlernten Fähigkeiten endlich zur Geltung kommen, verschaffen dem Freelancer immer wieder neue Herausforderungen. Speziell, wenn Sie in einer kreativen Branche als Programmierer, Webdesigner oder Texter Fuß fassen möchten, bietet Ihnen die Selbständigkeit ungeahnte Gelegenheiten zur eigenen Karriereförderung. Sie eröffnet die Chance, Ihr Wissen sowie Ihre praktischen Fertigkeiten gut vermarkten zu können.

Darüber hinaus sind Sie Ihr eigener Chef, wodurch sich sowohl Ihre Arbeitszeiten als auch Ihr Arbeitspensum von Ihnen selbst bestimmen lassen. Weiterhin steht es Ihnen frei, bequem von Zuhause aus zu arbeiten. Dadurch sparen Sie nicht nur Zeit und Geld, sondern es ermöglicht Ihnen auch, Familie und Job besser miteinander in Einklang zu bringen. Und mit etwas Glück verdienen Sie sogar gutes Geld und erhalten für Ihre Arbeit die berechtigte Anerkennung. Dies wäre natürlich der Idealfall.

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Die Selbständigkeit hält jedoch auch viele Risiken bereit. Eine Gefahr stellt beispielsweise die unkalkulierbare Anzahl an eintreffenden Aufträgen dar. In manchen Monaten kann es sein, dass Sie der Menge an Arbeit kaum gewachsen sind, während Sie in anderen Monaten vielleicht überhaupt kein Projekt bekommen. Neben Jobflauten gehören nicht zahlende Kunden zu den Ursachen, die bei Freelancern zu finanziellen Schwierigkeiten führen können. Um dagegen gewappnet zu sein, helfen einerseits finanzielle Reserven in Form von Eigenkapital. Andererseits sollten Sie bei einer Überschreitung der Zahlungsfrist Zahlungserinnerungen verschicken. Falls diese nicht die gewünschte Reaktion hervorrufen, gilt es im nächsten Schritt, Mahnungen zu versenden. Im Zweifel nützt nur noch die Einschaltung eines Rechtsanwalts.

Des Weiteren verkörpern die Krankenkassenbeiträge ein großes wirtschaftliches Risiko für Freelancer. Denn nicht jeder Selbstständige verfügt über genug Einnahmen, um die hohen Beiträge bezahlen zu können. Damit der jeweilige Rechnungsmonat aber dennoch mit schwarzen Zahlen abgeschlossen werden kann, ist es ratsam, sich mit seiner Krankenkasse bei Eintritt in die Selbständigkeit in Verbindung zu setzen. Diese wird Sie individuell beraten und Sie können auf Antrag bei niedrigen Einnahmen auch niedrigere Beiträge als der Regelsatz vorsieht festlegen lassen. In diesem Zusammenhang sollten Sie zudem prüfen, ob die private Krankenversicherung für Sie gegebenenfalls attraktiver ist als die gesetzliche. Je nach ausgeübtem Beruf können Sie sich möglicherweise auch über die Künstlersozialkasse versichern und so Geld sparen.

Über die Kostenfrage hinaus trägt ein Freelancer viel Verantwortung für sich selbst in allen Bereichen. Er muss in der Regel alleine auf Kundensuche gehen und diese anschließend betreuen. Außerdem nimmt die Buchführung täglich einen Teil seiner Arbeitskapazität ein. Organisationstalent, Durchhaltevermögen und ein Sinn für das Geschäftliche sind also gefragt, wenn Sie selbstständig tätig sein möchten. Schließlich sollten Sie sich ein wenig mental darauf einstellen, dass die Selbständigkeit hin und wieder etwas einsam sein kann. Im Gegensatz zum normalen Arbeitsumfeld als Arbeitnehmer haben Sie keine direkten Ansprechpartner oder Kollegen, die Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Sie müssen eigenständig Prioritäten setzen und richtige Entscheidungen treffen, um nachhaltig Erfolg zu haben.

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Ein paar Tipps zum Start in die Selbständigkeit

Damit sich die Chancen und Risiken für Sie als Freelancer in einem ausgewogenen Verhältnis befinden, sollten Sie entweder mit einer guten Idee oder einem durchdachten Plan in die Selbständigkeit eintreten. Zunächst einmal müssen Sie sich darüber im Klaren sein, welche konkrete Dienstleistung Sie Ihren Kunden anbieten möchten. Dafür empfiehlt es sich, den jeweiligen Markt genau zu sondieren und womöglich etwaige Nischen aufzudecken. Im Anschluss entwerfen Sie einen Businessplan, um die finanziellen Aspekte im Blick zu behalten.

Sobald Sie sich als Selbstständiger etabliert haben, heißt es dranbleiben. Seien Sie stolz auf das bisher Erreichte, geben Sie sich aber nie mit dem Status quo zufrieden. Spaß an der Arbeit sowie ein gesundes Maß an Motivation machen einen guten Freelancer aus. Die Chancen für Sie als Freelancer werden auch erhöht, indem Sie Kontakte zu anderen Selbstständigen oder Leuten aus Ihrem privaten Umfeld knüpfen. Auch Internet-Plattformen wie zum Beispiel Freelance Junior unterstützen Sie dabei, passende Jobs zu finden. Diese Plattform bringt studentische Freelancer mit diversen Auftraggebern zusammen.

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